Sie fragen sich, ob bei Ihnen ADHS, Autismus oder möglicherweise beides vorliegen könnte?
ADHS und Autismus können sich in ihren Merkmalen überschneiden, gleichzeitig aber auch gemeinsam auftreten. Konzentrationsprobleme, soziale Schwierigkeiten, Reizempfindlichkeit, Probleme mit Veränderungen oder eine starke innere Unruhe können unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn sowohl ADHS als auch Autismus als mögliche Erklärung für die eigenen Schwierigkeiten in Betracht kommen, kann eine kombinierte Diagnostik sinnvoll sein. Dabei werden beide Störungsbilder gezielt und voneinander abgegrenzt untersucht.
Warum eine kombinierte Diagnostik?
ADHS und Autismus sind unterschiedliche neuroentwicklungsbedingte Störungsbilder. Dennoch gibt es Überschneidungen, die eine eindeutige Zuordnung manchmal erschweren.
Beispielsweise können Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Konzentration, Reizverarbeitung, sozialen Situationen, Alltagsorganisation oder Veränderungen sowohl bei ADHS als auch bei Autismus auftreten.
Hinzu kommt: ADHS und Autismus können gleichzeitig vorliegen. Eine Diagnostik, die nur eines der beiden Störungsbilder betrachtet, kann deshalb unter Umständen wichtige Aspekte übersehen.
Bei der kombinierten Diagnostik betrachten wir daher beide Bereiche systematisch und prüfen sowohl die jeweiligen charakteristischen Merkmale als auch mögliche Überschneidungen und andere Erklärungen.
Wie läuft die kombinierte AuDHS-Diagnostik ab?
Die Untersuchung verbindet die diagnostischen Elemente der ADHS- und der Autismusdiagnostik.
Dabei werden unter anderem folgende Bereiche berücksichtigt:
- Entwicklung und Kindheit: Welche Auffälligkeiten und Besonderheiten bestanden bereits in der Kindheit und Jugend?
- Aufmerksamkeit und Impulsivität: Wie zeigen sich Schwierigkeiten mit Konzentration, Organisation, Selbststeuerung und Impulskontrolle?
- Soziale Kommunikation: Wie erleben und gestalten Sie soziale Situationen und zwischenmenschliche Beziehungen?
- Interessen und Verhaltensmuster: Gibt es ausgeprägte Spezialinteressen, Routinen, repetitive Verhaltensweisen oder ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Gleichförmigkeit?
- Reizverarbeitung: Wie werden Geräusche, Berührungen, Licht, Gerüche oder andere Sinneseindrücke erlebt?
- Alltagsbeeinträchtigungen: Welche Auswirkungen haben die beschriebenen Schwierigkeiten auf Beruf, Beziehungen und Alltag?
- Begleiterkrankungen und Differentialdiagnosen: Welche anderen psychischen oder psychosozialen Faktoren könnten die Beschwerden erklären oder beeinflussen?
Die Informationen aus den Fragebögen, der Anamnese, dem diagnostischen Gespräch und der Verhaltensbeobachtung werden anschließend zu einem Gesamtbild zusammengeführt.
ADHS oder Autismus – oder beides?
Ein wichtiges Ziel der kombinierten Diagnostik ist die differenzierte Zuordnung der Beschwerden.
Nicht jede Konzentrationsschwierigkeit ist beispielsweise Ausdruck von ADHS. Und nicht jede soziale Unsicherheit oder Reizempfindlichkeit bedeutet automatisch Autismus.
Deshalb wird im diagnostischen Prozess untersucht,
- welche Merkmale für ADHS sprechen,
- welche Merkmale für eine Autismus-Spektrum-Störung sprechen,
- welche Beschwerden durch beide Störungsbilder erklärt werden könnten,
- ob beide Störungsbilder gleichzeitig vorliegen und
- ob andere Ursachen berücksichtigt werden müssen.
Dabei werden auch Strategien berücksichtigt, mit denen Betroffene Schwierigkeiten im Laufe ihres Lebens möglicherweise kompensiert oder nach außen ausgeglichen haben. Dies kann insbesondere bei Erwachsenen dazu führen, dass typische Merkmale im Alltag weniger offensichtlich erscheinen.
Für wen ist die kombinierte Diagnostik geeignet?
Eine kombinierte Diagnostik kann insbesondere sinnvoll sein, wenn
- bereits der Verdacht auf ADHS und Autismus besteht,
- bisherige Diagnosen die eigenen Schwierigkeiten nicht vollständig erklären,
- sowohl Aufmerksamkeits- und Organisationsprobleme als auch deutliche soziale oder sensorische Besonderheiten bestehen,
- Sie sich fragen, ob unterschiedliche Beschwerden möglicherweise auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind oder
- eine bisherige ADHS- oder Autismusdiagnostik zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt hat.
Eine vorherige Diagnose von ADHS oder Autismus ist nicht erforderlich.
Was erhalten Sie am Ende?
Am Ende der Diagnostik erhalten Sie eine differenzierte diagnostische Einschätzung, die sowohl ADHS als auch Autismus berücksichtigt.
Wenn die diagnostischen Kriterien erfüllt sind, werden die entsprechenden Diagnosen in den Befundberichten nachvollziehbar begründet. Ebenso wird erläutert, wenn die diagnostischen Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder andere Erklärungen für die Beschwerden wahrscheinlicher sind.
Sie erhalten damit nicht nur die Antwort auf die Frage „Habe ich ADHS oder Autismus?“, sondern eine möglichst umfassende Einschätzung darüber, welche Faktoren Ihre individuellen Schwierigkeiten erklären können.
Online und strukturiert
Die kombinierte Diagnostik wird vollständig online durchgeführt. Die Gespräche finden vertraulich per Videotelefonie statt. Fragebögen und weitere diagnostische Unterlagen können bequem von zu Hause aus bearbeitet bzw. eingereicht werden.
Die Diagnostik wird strukturiert durchgeführt und orientiert sich an den aktuellen diagnostischen Kriterien für ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen.
Was erhalten Sie
Sie erhalten zwei strukturierte Befundberichte nach ICD-10/ICD-11 und DSM-5, drei Online-Sitzungen zur diagnostischen Exploration, den Einsatz spezifischer standardisierter diagnostischer Verfahren und Fragebögen zu ADHS und Autismus sowie eine umfassende differenzialdiagnostische Einordnung beider Störungsbilder.
Kosten der kombinierten AuDHS-Diagnostik
Die Kosten der kombinierten AuDHS-Diagnostik (Heilbehandlung – daher von der Umsatzsteuer nach §4 Nr. 14a befreit) betragen:
ADHS-Diagnostik = 398,48 € + Autismus-Diagnostik = 498,48 € (- 50 €) =
846,96 € Gesamtkosten
Teil- bzw. Ratenzahlungen
Teil- bzw. Ratenzahlungen sind möglich: Die Raten belaufen sich auf je 282,32 € und müssen jeweils spätestens 3 Werktage vor den jeweiligen Sitzungen (3) auf meinem Konto eingegangen sein.
